Industrie 4.0

Industrie 4.0 – Wirtschaft 4.0 und GRAFCET

Begriffsklärung

Der Begriff Industrie 4.0 ist eine logische Folge der Errungenschaften in der industriellen Entwicklung. Den Begriff Industrie 4.0 erweitern einige Unternehmen zu Wirtschaft 4.0 um auszudrücken, dass sich der bevorstehenden Wandel nicht auf industrielle Bereiche beschränkt, sondern das komplette Wirtschaftssystem tangiert.

  Industrie 1.0
So betrachtet, ordnet man das Zeitalter der Entwicklung der Webmaschine bzw. der Dampfmaschine den Begriff Industrie 1.0 (18. Jahrhundert) zu.

  Industrie 2.0
Im Jahre 1913 entwickelte Henry Ford eine fließbandbasierte Autoproduktion, die industrielle Entwicklung hat nun den Level 2.0 erreicht.

  Industrie 3.0
Die Miniaturisierung in der Elektronik brachte völlig neue Möglichkeiten um das Niveau der Industrie 2.0 auf die nächste Ebene zu heben. Durch den Einsatz von speicherprogrammierbaren Steuerungen (SPS) wurden sehr viele Produktionsschritte automatisiert. 1974 erhielt die erste SPS Einzug in den Markt in Deutschland.

  Industrie 4.0
Der Begriff Industrie 4.0 steht für eine Verzahnung der industriellen Produktion mit den Techniken der Kommunikations- und Informationstechnik. Das Ziel ist eine Produktion, die sich selbst regelt und gegebenenfalls optimiert („smart factory“). Die Produktion soll hierdurch an Effizienz gewinnen.

 

Risiken
Wird der Begriff weiter gefasst und nicht nur auf die industrielle Produktion beschränkt, so liegt nahe, dass sich der Trend, einfache Tätigkeiten von Computern erledigen zu lassen, in Zukunft weiter verstärken wird. Es ist zu erwarten, dass dies sämtliche Bereiche im Berufsleben (Diagnosen in der Medizin, Rechtssprechung, Steuererklärung …) treffen wird.
Die Auswirkungen auf die Gesellschaft bleiben abzuwarten. Ebenso wird das Thema Datensicherheit in diesem Zusammenhang einen sehr großen Stellenwert erhalten.

Techniken
Ohne die einzelnen Techniken aufzuzählen kann zusammenfassend gesagt werden, dass Technologien aus der Welt der Informationstechnik immer tiefer in die Systeme der Produktionsketten (Logistik, Lagerhaltung, Produktion, Auslieferung …) integriert werden. Bei diesem Prozess sind eine Vielzahl von Schnittstellen zwischen den Systemem nötig.

Welche Rolle spielt hierbei GRAFCET?
Aus obigen Überlegungen wird klar, dass es günstig wäre eine Schnittstelle zwischen IT und Automatisierung verwenden zu können, die von Personen aus beiden Bereichen gleichermaßen beherrscht wird.
Immer dann, wenn an dieser Schnittstelle die Funktion einer Anlage eine bedeutende Rolle spielt, hat GRAFCET seine Stärken.
Alle Fachkräfte aus den Bereichen IT und Automatisierungstechnik/ Maschinenbau etc. können mit Hilfe eines GRAFCET die Funktion bzw. das Verhalten einer Anlage problemlos diskutieren.
Auch zu Dokumentationszwecken hätte man hierzu ein mächtiges Werkzeug zur Hand.