Fehlerteufel 5 – blockierender Grafcet

Auch dieser Grafcet beinhaltet ein Problem. Was hat der Ersteller des Grafcets nicht beachtet?

stockender Ablauf

stockender Ablauf

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Lösung:

Der Ersteller des Grafcets hat nicht auf einen einwandfreien Ablauf geachtet. Nur führt dies in diesem Grafcet, im Vergleich zum Grafcet im Fehlerteufel 4, zu einem anderen Resultat.

Die Schritte 2 und 3 sind aktiv, S3 wird betätigt, nun sind also Schritt 2 und 5 aktiv.

Die gemeinsame Transition B2 wird erst freifgegeben, wenn Schritt 6 aktiv ist. Schritt 6 kann jedoch nun nicht mehr aktiv werden, denn dazu müsse Schritt 4 aktiv und B1 erfüllt sein. Schritt 4 kann aber nicht mehr aktiv werden, da Schritt 5 aktiv ist.

Der Grafcet ist also blockiert, seine Schritte 2 und 5 bleiben dauerhaft aktiv, daran kann nichts mehr geändert werden.

Dieses (fehlerhafte) Verhalten wird wohl nicht gewollt sein, und muss deshalb ausgeschlossen werden.

Fehlerteufel 4 – unsichere Ablaufkette

Der abgebildete GRAFCET sieht auf den ersten Blick korrekt aus. Worin liegt jedoch das Problem in dieser Darstellung?

unsichere Ablaufkette

unsichere Ablaufkette

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Lösung:

Schritt 2 und Schritt 3 sind aktiv, wenn jetzt S3 betätigt würde, bevor die Transition 5s/X3 erfüllt wäre, so würde Schritt 5 aktiv werden. Die Transition B2 würde dann in den Schritt 1 überleiten. Schritt 1 und Schritt 2 wären aktiv.

Da GRAFCET  keine Programmiersprache, sondern eine Entwurfssprache ist, widerspricht dieser Ablauf nicht den Grundregeln der GRAFCET  Norm. Dieses Beispiel soll jedoch verdeutlichen, dass es u.U. zu unerwarteten Zuständen kommen kann.

Fehlerteufel 3 – Parallelverzweigung

Ist in diesem GRAFCET die Grundregel Transition-Schritt-Transition … erfüllt?

Ist der GRAFCET somit normgerecht dargestellt oder ist er fehlerhaft gezeichnet?

Parallelverzweigung

Parallelverzweigung

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Lösung:

Der GRAFCET ist nicht normgerecht. Vor einer Parallelverzweigung darf es immer nur e i n e gemeinsame Transition geben. Im abgebildeten GRAFCET kann jedoch vor der Parallelverzweigung nun keine zusätzliche Transition hinzugefügt werden, da dann die Regel „Schritt-Transition-Schritt“ verletzt würde.

Darüber hinaus wäre es hier möglich, durch S1 n u r den Schritt 2 zu aktivieren, Schritt 3 wäre dann inaktiv. Auch das widerspricht der Logik einer Parallelverzweigung.