Im gezeigten GRAFCET sei Schritt 3 aktiv. Wird der Motor M5 speichernd wirkend eingeschaltet, wenn der Sensor B1 seinen Signalzustand von 0 auf 1 ändert?
Antwort:
Nein, wenn Senso B1 eine steigende Signalflanke liefert wird dadurch nur Schritt 4 aktiv. Das Ereignis, welches den M5 speichernd wirkend einschaltet liegt nun in der Vergangenheit, weshalb die Abfrage „Flanke B1“ am Fähnchen als Antwort „false“ liefert.
Erst ein erneuter Wechsel des Signalzustandes des Sensors B1 von 0 auf 1 schaltet nun (Schritt 4 ist bereits aktiv) den Motor M5 speichernd wirkend ein.

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Hallo,
braucht man bei einer Aktion mit Ereignis immer eine Abfrage auf eine Flanke?
Viele Grüße
Eine „Aktion mit Ereignis“ ist immer eine speichernd wirkende Aktion. Die Norm beschreibt den Begriff „Ereignis“ mit einem Signalwechsel. Wird im Grafcet auf den Flankenpfeil beim Ereignis verzichtet, so wird die speichernd wirkende Aktion sowohl bei positiver als auch negativer Flanke des Ereignisses ausgeführt. Möchte man dieses Verhalten bewusst erzeugen, so wäre der Verzicht auf besagten Flankenpfeil eine Möglichkeit. Die Norm spricht aber die Empfehlung aus, einen Flankenpfeil zu setzen (so gibt es keinen Interpretationsspielraum). Eine ODER-Verknüpfung aus pos. Flanke und neg. Flanke führt also zu identischer Funktion, wie der Verzicht auf den Flankenpfeil.